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Socorro Tour mit Wiro Dive

Die Socorro Tour mit Wiro Dive an Bord der Belle Amie, war sicherlich ein weiteres Highlight in meiner Freediving Karriere.

Ich war an Bord der Nautilus und habe den Gästen Freediving- und Pranayama Workshops angeboten.

Dabei war unser Ziel : Wenn es klappt, dann können die erworbenen Kenntnisse angewendet werden um mit Buckelwalen zu schorcheln. Mit dabei war Florian Fischer von behind-the-mask.com ein Filmemacher, der rund um diesen Tripp einen Film mit mir zusammen machen möchte. Florian ist ein Hammertyp und wir haben bald herausgefunden, dass wir im selben Ort aufgewachsen sind Remseck am Neckar. Der Nabel der Welt. Unglaublich, wie kreativ er ist und wie jeder Rückschlag beim Filmen automatisch eine neue chance für ihn darstellt. Als wir das erste Mal telefoniert hatten, da war der Plan mit Seehunden zu tauchen. Kurz darauf kam die Meldung, dass das nicht funktioniert und daraufhin hatte er eine noch bessere andere Idee. Die hat dann übrigens auch nicht geklappt, dafür hat er dann die perfekte Location für unseren Dreh gefunden. Wir hatten die ersten zwei Tage, nachdem wir endlos lange über Amsterdam, Mexiko City dann in San Jose gelandet waren, Aufenthalt in Cabos San Lucas.

Perfekte Location heißt - ein gutausgeschilderter Privatbesitz ( Durchgang streng verboten), über den wir seine riesige silberne Kiste auf einen Berg geschleppt haben. In der Kiste, Florians Kamerazeugs und Drohne. Dort oben hatten wir gefilmt, zumindest so lange bis jemand mit vier Hunden kam und uns nach unten abgeführt hatte um dort auf den Eigentümer ( Enrique ) zu warten. Wir machten uns auf eine Auseinandersetzung, wie in einem Tarantinofilm gefasst. Die Speicherkarten hatten wir versteckt und ebenso einen großen Teil unserer Dollars. Eigentlich waren wir uns sicher, dass uns dieser Ausflug teuer zu stehen kommen würde. Nachdem wir eine ganze Zeit lang auf Enrique gewartet hatten und unser Bewacher gegangen war um ihn anzurufen, haben wir uns verdrückt.

Am nächsten Abend lief die Nautilus Belle Amie aus und gemeinsam mit 26 weiteren Gästen, genossen wir das Leben auf diesem wunderbaren Schiff und deren freundlichen Crew. Der Ablauf des Tauchens war beeindruckend. In drei Gruppen boten die Guides vier Tauchgänge täglich an. An den Toptauchplätzen Cabo Pierce auf Socorro, the Boiler auf San Benedicto hatten wir jedes Mal die volle Packung : Mantas mit einer Spannweite von 4-6 m, Haie ( Galapagoshaie, Riffhaie, Hammerhaie ), immer wieder Delfine und dicke Tunas und vieles mehr. Die Strömungen, Wellen und Brandungen pumpten ordentlich Sauerstoff ins Wasser und die Plätze waren eine Ansammlung von großen Tieren. Viele Tauchgänge konnte ich frei und ohne Gerät machen, doch immer wieder, insbesondere wenn ich in der Tiefe Hammerhaie suchen wollte, musste ich mit Gerät tauchen. Das switchen zwischen Freediving und Scubatauchen ist nicht einfach und ich musste mich immer an die Empfehlung des Computers halten. Ich durfte das neue Mares Freediving Equipment mitnehmen, der neue 5mm Anzug, die Viper Maske und natürlich meinen geliebten Carbon Fins. Der neue offenzellige Anzug ist noch ein ganzes Stück flexibler und angenehmer zu tragen und die Bewegungsfreiheit ist beindruckend. Auch die Scubatauchgänge mache ich mit dem Apnoeanzug und den Carbonflossen. Ich scheine gut angezogen zu sein. Die ganze Tour über friere ich nicht, obwohl die Scubas fast ausnahmslos in 7mm Anzügen tauchen.

Nik Manta 01

Unser Tagesablauf sah so aus :

  • 06:00 Uhr Start mit Pranayama
  • 06:45 Continental Breakfast
  • 07:10 blue Group Dive 1 ( wir sind die blaue Gruppe )
  • 9:00 Uhr Breakfast
  • 10:10 blue Group Dive 2
  • 12 Uhr Lunch
  • 13:10 Dive 3
  • dazwischen Kaffee und Kuchen & Snacks
  • 16:10 Dive 4
  • 17:30 Freediving Workshop ( im Trockenen )
  • 19 Uhr Dinner
  • 20:45 Film von Florian

In den Atemworkshops lernten die Leute die Atmung als Tool zu nutzen um sich zu entspannen oder wach zu werden. Auch die Möglichkeit der Atmung als Weg in die Meditation zu nützen. In den Freediving Workshops ging es darum, wie man mithilfe der Atmung, der Konzentration und des Tauchreflexes länger den Atem aussetzen kann. Das ganze am Beispiel einer Atem und Nichtatemmeditation mit anschließender Tauchtabelle.

Nik Manta 02

Besonders beliebt waren abends der frisch geschnittene Film von Florian. Es ist unfassbar, wie schnell er schneidet, Bilder verbessert und das beste aus jedem herausholt. Dazu die beeindruckenden Aufnahmen, die er mithilfe der Drohne aufnimmt. Unter Wasser frage ich mich als Freediver immer, wie man in der Lage ist zusätzlich zu soviel Equipment auch noch eine riesige Kamera mit Gehäuse, Armen und vier Keldan Lampen zu beherrschen. Er schafft das und zaubert jeden Abend einen beindruckenden Film.

Zuletzt war das größte Highlight der Tauchplatz Roca Partida. Eine gigantischer Felsen, der aus der Tiefe empor steigt und 30 m aus dem Wasser ragt. Darum drehen sich Mantas, alle Arten von Haien, Thunfische, Delfine und vieles mehr. Die Wand scheint glatt zu sein und es gibt so gut wie keine Balkone oder Felsvorsprünge. Die wenigen die es gibt sind vollgestopft mit weisspitzen Riffhaien. Unten das tiefe dunkle Blau und der Fels, der sich in der Tiefe auflöst und oben die weiße Gischt, die gegen den Felsen schlägt.

Zwei Tage tauchen wir hier und die Buckelwale sehen wir nur von weitem. Vermutlich war ich doch zu optimistisch, als ich dachte dass ich mit einem Buckelwal tauchen könnte. Doch am vorletzten Tauchtag auf der Tour tauchen wir nach einem Tauchgang am Zodiac auf. Auf der anderen Seite macht ein Buckelwal exakt das gleiche. Wir geben Gas und erreichen ihn. Er steht senkrecht im Wasser und seine Unterseite ist hell und reflektiert die Sonne. Ich tauche nur mit meinem Freediving Equipment ab und bin nur einen Meter von ihm weg, kann ihm ins offene Auge schauen. Er und ich im Hier und Jetzt. Ein Erlebnis, welches man so nur im Freediving haben kann.

Nik Wal

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Nik Linder

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